Werbung:
Power-Ebook
von Frank Obels:
Intensivtraining
Sofort-Entspannung!
Home  Der 7.Sinn | Druckseite |
Der 7.Sinn in der Berufswelt
Jochen Mai, seit einigen Jahren Leiter des Bereiches „Beruf und Erfolg“ bei der Wirtschaftswoche, und Autor des im November 2007 im Handel erhältlichen Buches „Karriere-Bibel“ gibt täglich Tipps, Anregungen und lehrreiche Informationen für den beruflichen Alltag. Hier ein paar seiner verständlichen und leicht anwendbaren Informationen.
Mehr darüber gibt es in seinem Karriere- Bibel-Blog
Balance des "Ego"
Die Balance des Egos sorgt für Qualität, berichtet Jochen Mai.
Hier der Auszug:
Soviel ist sicher: Alle haben eins. Nur entscheidet die Größe darüber, ob es gesund ist oder nicht.
Die Rede ist von einem Ego. In gesundem Maß fördert es Ehrgeiz, Ideen, persönlichen Erfolg. Wer dabei jedoch nicht aufpasst, dem wächst es über den Kopf. Ein aufgeblähtes Ego sorgt dafür, dass wir irgendwann daran glauben, der Erfolg sei unsere alleinige Ausgeburt. Je größer der Ruhm und je länger der Applaus, desto mehr wird aus unserem Stolz auf Erreichtes eine gefährliche Attitüde und Selbstverständlichkeit.
Natürlich neigt nicht jeder zu einem überdimensionierten Ego – teils schon aus Mangel an Möglichkeiten. Und auch die Gefährdeten neigen nicht jederzeit dazu. Allerdings es gibt ein paar Warnhinweise für Windmaschinen in spe:
- Konkurrenzdenken: Wer sich permanent mit anderen vergleicht, verfällt bald in Konkurrenzdenken. Alle anderen sind dann nur noch Wettbewerber, gegen die es sich durchzusetzen gilt und die man niederringen muss. Jede Debatte, jede Konversation, jede Verhandlung mutiert so zu einer Kampfarena. Kräfte raubend!
- Ruhmsucht: Nach Erfolg zu streben, ist gut. Diesen aber nur noch zu suchen, um sich Annerkennung und Respekt zu sichern, ist ungesund. Hier wird Ursache mit Wirkung verwechselt. Nicht selten, neiden solche Menschen auch den Erfolg anderer. Erkennbar wird es daran, dass sie deren Ideen oder Projekte kategorisch denunzieren oder ihnen widersprechen wo es geht. Der Trugschluss dahinter: Bekommen andere weniger Beifall, fällt umso mehr für mich ab. Blödsinn!
- Defensive: Wer meint, seine Ideen ständig verteidigen zu müssen – auch gegen konstruktive Kritik –, isoliert sich und gerät eher früher als später in eine Abwehrhaltung. Dasselbe gilt für jene, die Kritik nahezu immer persönlich nehmen und deshalb sofort zurückschießen.
- Prahlerei: Auch die brillanteste Idee kann von den persönlichen Talenten überschattet werden – falls man diese in den Vordergrund stellt. Seine eigene Cleverness zu betonen, zeugt jedoch selten von selbiger. Sie macht auch alles andere als sympathisch.
Besser Handel beim Ver-Handeln
Was ist das Motiv beim Handeln?, was beim Verhandeln?
Wir alle verhandeln – mehrmals, jeden Tag. Sei es um Informationen, um Preise, um Anerkennung und Respekt, um Liebe oder Macht. Entscheidend für den Ausgang solcher Verhandlungen sind allerdings nie die gegenseitigen Forderungen, sondern die wahren Interessen (oder Motive) dahinter. Nur wer diese erkennt, kann ein optimales und für beide Seiten dauerhaft befriedigendes Ergebnis erzielen. Was zur Hälfte schon im eigenen Interesse liegt.
Zu kryptisch? Kein Problem. Das Lehrbuchbeispiel, um diesen Punkt zu verdeutlichen, sind die beiden streitenden Schwestern: Beide wollen eine Orange haben. Am Ende einigen sie sich auf einen Kompromiss. Sie teilen die Orange in zwei Hälften. Die erste Schwester schält die Orange, isst das Fruchtfleisch und schmeißt die Schale weg. Die andere schält die Orange ebenfalls, schmeißt aber das Fruchtfleisch weg und benutzt die Schale zum Backen. Dumm gelaufen: Hätten beide Schwestern vorher nicht über ihre Forderungen verhandelt, sondern über ihre Interessen gesprochen, wären sie zu dem besten Ergebnis gekommen: eine bekommt das Fruchtfleisch, die andere die Schale der ganzen Orange.
Ich gebe zu, es ist nicht immer leicht, die wahren Begründe des anderen zu erkennen oder gar zu entlarven. Der Smalltalk am Anfang schwieriger Verhandlungen kann dazu bereits erste Hinweise geben. Manchmal hilft bei festgefahrenen Gesprächen aber auch der Exkurs in die Metaebene und ein direkter Vorstoß: Was möchten Sie damit eigentlich erreichen?!
So die Aussagen auf der Karriere-Bibel
Einen Sinn mehr für erfolgreiche Unternehmen
Warum sollte ausgerechnet das Unterbewusstsein am Tor des Unternehmens stehen bleiben.
Jeder nimmt es mit und jeder benutzt es –natürlich unbewusst –
Der siebte Sinn existiert nicht nur in der Metaphysik. Vielmehr hilft er unserem Gehirn aus einer schieren Informationslawine, die richtigen Daten auszuwählen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Kurz: Es ist die Macht der Intuition, die oft zu besseren Ergebnissen führt. Oder wie Ap Dijksterhuis, Psychologe am Institut für Sozialpsychologie der Universität Amsterdam, sagt:
“Je komplexer eine Entscheidung, desto mehr sollte man seinem Unbewussten vertrauen.”
Die Fallen bei Gründungen und Veränderungen
Gründungen und Veränderungen in Unternehmen benötigen genau ihre Saat wie in der Agrarwirtschaft.
Hier erfahren sie, wo sich die Fallen befinden.
Ein Unternehmen zu gründen ist schon schwer genug. Warum sollte man sich den Job noch schwerer machen, indem man alle typischen Fehler selbst begeht? Etwa die Hälfte aller Jungunternehmer scheitert bereits innerhalb der ersten drei Jahre – und zwar an vermeidbaren Fehlern. Muss doch nicht sein. Drum: Wenn Sie schon ein eigenes Startup aufziehen möchten, dann vermeiden Sie bitte folgende neun Fallstricke:
1. Timing
Es gibt keine schlechten Ideen, es gibt nur die falsche Zeit dafür. Wer zu früh startet, bevor Produkt und Geschäftsmodell ausgereift sind, riskiert schwere Blessuren am Image. Nur selten lässt sich ein solches Debakel rechtzeitig wieder ausgleichen, bevor die Liquidität versagt. Wer dagegen zu spät kommt, den straft der Marktanteil. In etablierten Märkten Boden gut zu machen, kostet viel und dauert lange. Welches Start-up kann sich das schon leisten?
2. Ignoranz
Wie gut kennen Sie Ihre Kunden wirklich? Klar: Sie sind davon überzeugt, dass Sie der Welt mit Ihrer Innovation einen Dienst erweisen. Aber ist es auch das, was Ihr Kunde will? Kundenbedürfnisse können sich mit dem Konsum wandeln. Achten Sie also darauf, Ihr Produkt stetig zu verbessern oder zu ergänzen. Regelmäßige Zufriedenheitsumfragen – auch bei den Ex-Kunden – helfen, Mängel und Wünsche zu identifizieren.
3. Eitelkeit
Wow! Ein Gründer, der mit summa cum laude seinen Abschluss an einer namhaften Hochschule gemacht, dann noch promoviert und nebenbei ein Buch geschrieben hat… Ist es das, worüber Ihre Kunden sprechen werden? Oder sprechen sie vielleicht doch eher über Ihr Produkt? In diesem Fall sollten Sie aufhören, sich selbst anzupreisen. Machen Sie lieber Werbung für Ihre Innovation, Ihre Dienstleitung, Ihr Produkt. Wer auch immer auf Ihre Webseite kommt, sucht vielleicht eine Lösung für sein Problem. Das Letzte, was er dann finden möchte, sind Abhandlungen über Ihren Lebenslauf.
4. Starrsinn
Die Erfahrung lehrt: Die meisten Businessplane sind schon nach wenigen Wochen Makulatur. Das Kundenzahlen entwickeln sich schleppender als erwartet, neue Wettbewerber tauchen auf, ein Teammitglied steigt aus. Gut, wer jetzt einen Plan B in der Tasche hat. Ansonsten gilt: anpassen! Ein Unternehmen zu führen, heißt beweglich zu bleiben und mit dem Markt zu reagieren. Das hört nie auf. Aber nur wer diese Lektion früh beherrscht, überlebt.
5. Marketing
Der Laden läuft gut an, die Umsätze entwickeln sich prächtig, und was machen Sie? Sie stoppen das Marketing. Falsch! Bis ein Startup eine wirklich starke Marke aufgebaut hat, braucht es Zeit. Viel Zeit. Sie müssen Ihre Botschaft immer wieder in den Markt tragen, wiederholen und einschleifen. Ihr Name muss sofort fallen und allen ein Begriff sein, wenn es um Ihr Geschäft geht. Solange das nicht der Fall ist: Werben Sie weiter!
6. Liquidität
Wenn alles gut läuft, der Laden wächst und wächst, müssen auch Vertrieb, Produktentwicklung und Controlling mitkommen. Dazu braucht es Geld. Schlecht, wenn Sie dann zu viele säumige Geschäftspartner oder Kunden haben – oder schlimmer: den Überblick über Ihre Finanzen verlieren. Deshalb: Planen Sie von Anfang an Puffer ein, seien Sie sparsam und investieren Sie vor allem in ein richtig gutes Controlling!
7. Aufgabe
Es wird Phasen geben, in den Sie nicht mehr weiter wissen. Sie haben sich vorgenommen, in dieser Woche wenigstens einen neuen Kunden zu gewinnen? Trotzdem erschienen bei Ihnen weniger Kunden als Ungeheuer im Loch Ness. Tja. Unangenehm, das. Aber es kommt eben vor. Deswegen scheitert man aber nicht zwangsläufig. Das passiert erst, wenn man aufhört aufzustehen und zu kämpfen.
8. Prioritäten
Klar haben die Chefs von großen Konzernen schicke Visitenkarten, tolle Titel, vierfarbige Briefbögen mit Logos, und und und. Aber brauchen Sie das schon am Anfang? Die Wahrheit ist: Die meisten Gründer vergeuden mit der akribischen Auswahl solcher Nebensächlichkeiten einen Haufen Zeit, Geld und Nerven… Und wundern sich, dass der Laden immer noch nicht so recht in Schwung kommt.
9. Kopieren
Sie denken, was bei allen anderen funktioniert hat, muss auch bei Ihnen klappen. Denkste! Alle erfolgreichen Geschäftsmodelle sind Folge eines langen Prozesses aus Versuch und Irrtum in einem speziellen Segment. Diese auf einen anderen Bereich zu übertragen, führt nie zu gleichen Ergebnissen. Allenfalls Bausteine lassen sich entleihen. Umso mehr können Sie aus den Erfahrungen anderer lernen. Merke: Kapieren geht über Kopieren!
Der gute Rat von Jochen Mai.
Aktuelles:
23.08.08
So führen Sie
20.02.08
Leistungs-
28.09.07

Druckseite