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Leidensdruck: Die Antriebskraft für Veränderung

Worauf kommt es an, um überhaupt eine Veränderung herbeizuführen?

Sind es die nüchternen Fakten oder die Intuition, das Gespür und verständliche,  Kommunikation, die den Menschen bewegen?

Dazu vorab ein kurzer Umweg

Umfeld, Erziehung, Politik, Religion, Schulen und Ausbildung haben uns geprägt. Wir haben gelernt, dass es einen Verstand und ein Gefühl gibt, dass es Rationalität und Emotionalität gibt.

Damit wird uns immer wieder ein Gegensatz aufgezeigt. Wir geraten dadurch immer wieder auf gedankliche Irrwege.

Die Gegenüberstellungen:

Das Gegenteil von „rational“ ist nicht emotional sondern „irrational".

Das Gegenteil von „emotional“ ist nicht rational sondern „emotionslos“

Das besagt, dass sich Verstand und Gefühl nicht ausschließen, denn eine gute begründete (rationale) Position ist sehr gut mit großer (emotionaler) Leidenschaft im Einklang.

Die Tatsache, dass Rationalität und Emotionalität zwei verschiedene Dinge sind, lässt uns leicht den Menschen in „Verstandesmenschen“ und „Gefühlsmenschen“ einteilen. (Hören und Sehen sind auch ergänzende Funktionen und schließen sich nicht gegenseitig aus).

Ist das nur eine Ausrede?

Kann es sein, dass ein emotionaler Mensch, mit mangelnder Bereitschaft seinen Kopf anzustrengen, schnell damit eine Ausrede findet.
Oder im anderen Falle, dass wenig Sensibilität ein Anzeichen für analytisches Denken ist.

Besser ist es, wenn Rationalität (aus dem lat. rationalitas = Denkvermögen) und Intuition (aus dem lat. intueri = betrachten, erwägen) sich ergänzen. Beides hat seine Grenzen und sowohl  Vor- als auch Nachteile. Intuition und Emotion sind die aus der Evolution entstandenen älteren Formen der Intelligenz, wobei die Rationalität dem erlernten Wissen seit unserer Geburt entspricht.

Stärke und Grenze der Intuition ist es, in Sekundenbruchteilen zu handeln und unsere  Begeisterung zu mobilisieren. Dabei ist jedoch nicht sichergestellt, dass es sich um die optimale Lösung handelt. Die Stärke und Grenze der Rationalität ist es, mit Fakten umzugehen und zu ermitteln, Erfahrungen zu bewerten, Gegenüberstellungen abzuwägen, Zusammenhänge zu prüfen. Doch bei noch so präzisem Arbeiten lassen sich Fehler im Denken nicht ausschließen. Die Ratio ist der Komplexität nicht gewachsen, obwohl sie sehr gute Arbeit verrichtet. Es bleibt immer eine Ungewissheit bei jeder wesentlichen Entscheidung.

Es gibt sie nicht – die  Sicherheit!

Eine weitere interessante Erkenntnis von Michael Löhner ist, dass Rationalität keine Energie erzeugt. Ausführliche und genaue Analysen, Betrachtungen und Diskussionen was genau das Richtige ist, haben nicht die Bewegung (Motivation), es auch anzupacken.

Gehen wir zum Ausgangspunkt des Berichtes zurück.

Die Kunst der Entscheidungen liegt in der Verbindung den rationalen Verstand zu bemühen, um dann der Intuition die Entscheidungsfindung zu  überlassen.

Jede Entscheidung über Veränderung, welcher Art auch immer, bedarf der Übermittlung von emotionaler Energie.

Das Individuum Mensch braucht in seinem Leben immer eine Orientierung.  Ein Unternehmen ist ein Zusammenschluss von Individuen und somit auch eine individuelle Organisation, ausgelegt auf gesundes Wachstum. Den Leidensdruck erhält das Unternehmen über die rationale Bewertung, den Geschäftsbericht. Dieser löst wiederum Emotionen aus. Wenn der Faktor Hoffnung – reine Emotion, da in der Zukunft liegend, und nicht vorhersehbar ist – nicht vorhanden wäre, würde sich im Unternehmen nichts mehr bewegen.

Leidensdruck und Hoffnung. Zu allem Übel müssen auch noch beide zusammen kommen, damit wirklich etwas geschieht.

 

So erhalten Sie den Einblick in Ihr Unternehmen, bevor der Leidensdruck beginnt

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